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Erbschaftssteuer-Wann fällig?

Veröffentlicht am 26. Januar 2017

Jeder fünfte Deutsche wird statistisch betrachtet in den nächsten 20 bis 30 Jahren erben.
Vererbt werden können Geld, Wertpapiere, Schmuck, Autos, aber auch Immobilien. Diese machen meist den größten Teil der Erbmasse aus.
Doch wann und in welchem Umfang wird eine Erbschaftssteuer fällig?
Zunächst gibt es festgelegte Freibeträge, unter welchen keine Steuer fällig wird.
Ehepartner beispielsweise können bis zu 500.000 Euro steuerfrei erben, Kinder bis zu 400.000 Euro.
Aber auch dann muss das Finanzamt spätestens drei Monate nach Todesfall über die Erbschaft informiert werden.
Werden die folgenden Freibeträge überschritten, wird Erbschaftssteuer fällig, egal, ob es sich um Bargeld, Aktien oder Immobilien handelt:

Steuerfreibeträge Tabelle

Ausnahme ist, wenn der Erbe z.B. das Kind das Eigentum der Eltern selbst bezieht und dort länger als 10 Jahre wohnt.
Wer noch keine vollen zehn Jahre gewohnt hat und auszieht, zahlt nachträglich Steuer.
Dies gilt nur bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Bei Kindern wird sonst anteilig Erbschaftssteuer berechnet.
Die Anmeldung der Immobilie als Zweitwohnsitz gilt hier nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs von 2013 nicht.
Das Gericht stellte klar, dass der Mittelpunkt des familiären Lebens in der Immobilie stattfinden muss.
Voraussetzung ist, dass der Erblasser die Immobilie bis zu seinem Tod selbst bewohnt hat, es sei denn ihm war dies nicht möglich, da er beispielsweise in ein Pflegeheim ziehen musste.
Für fremdgenutzte Immobilien fällt immer Steuer ab, sobald er Freibetrag überschritten wird. Die Höhe der Erbschaftssteuer hängt vom besteuernden Wert und der persönlichen Steuerklasse ab. Das Finanzamt bietet hier bei Liquiditätsproblemen eine Ratenzahlung bis zu zehn Jahren an.